Zurück zur Hauptseite    Kultur und Alltag        zuruck      назад, к главной странице



   
Auf der Messe denkmal 2018:
"Zweiteilige Projekt der komplexen 
Wiederherstellung und  Restaurierung des Wetzlarer Teils
des Gedenk- und Begräbniskomplexes für die verstorbenen
ukrainischen Kriegsgefangenen des Ersten Weltkriegs
Rastatt-Wetzlar"

 

logo

Info von Veranstalter: Fördervereins für das Gedenken an die ukrainischen Kriegsgefangenen des Ersten Weltkriegs e.V.
(abgekürzt GUKEW)



                                         Zu den Projekten, die in der angesehenen Messe DENKMAL 2018 mit europaweiter Bedeutung präsentiert wurden, gehörte das "Zweiteilige Projekt der komplexen   Wiederherstellung und  Restaurierung des Wetzlarer Teils des Gedenk- und Begräbniskomplexes für die verstorbenen ukrainischen Kriegsgefangenen des Ersten Weltkriegs Rastatt-Wetzlar" vom Wetzlarer Förderverein für das Gedenken an die ukrainischen Kriegsgefangenen des Ersten Weltkriegs e.V. (abgekürzt GUKEW) .

                                     In den drei Tagen der europäischen Leitmesse wurden das Denkmal und die parallel stattfindende internationale Fachmesse MUTEC von 14.200 Personen besucht. In diesem Jahr wurde eine Rekordbeteiligung mit über 550 Ausstellern aus 20 Ländern registriert.
Das Motto des präsentierten Projekts lautete: „Zwischen Notwendigkeit und Pflicht:  Von Verlassenheit und Verfall zur Entwicklung eines Gedenk- und Begräbniskomplexes als museales Objekt“

                                    Das Ziel des Projekts ist es, ein Objekt zu präsentieren, das die Geschichte des Gedenk- und Begräbniskomplexes und der Lager, die während des Ersten Weltkriegs in allen Ländern der Mittelmächte speziell für die etwa 80.000 Ukrainer errichtet wurden, öffentlich dokumentiert. Denn ausgerechnet in Wetzlar bestand das zweitgrößte der damals vorhandenen vier Ukrainerlager mit dem dazugehörigen sozialen und kulturellen Leben, einer Lagerpresse, Kriegsgefangenenrat mit weitgehenden Befugnissen, Theater und Orchester. Der Beschäftigungsgrad der Kriegsgefangenen in der Wirtschaft ist relativ bekannt, erfordert jedoch weitere Erforschung.

                                  Einer der ersten Forscher der Lagergeschichte, Claus Remer, charakterisierte das Ukrainerlager in Wetzlar als etwas, was „in Deutschland wohl ohne Beispiel ist“. Heute kann man sagen, das Lager sei in ganz Europa ohne Beispiel. Dahinter verbirgt sich für Wetzlar ein hohes touristisches Potential des projektierten musealen Objektes.

                                 Das Projekt ist auf eine stufenweise Umsetzung angelegt. Seine erste Stufe ist die "Wiederherstellung und Restaurierung des "Denkmals für die ukrainischen Kriegsgefangenen" in Wetzlar […] möglichst nahe am Originalzustand und unter Berücksichtigung der vom Erschaffer vorgesehenen Möglichkeiten der Überschaubarkeit des Denkmals im Rahmen des damaligen Stadtbildes". Der Sockel des Monumentes wurde 1964 im Zusammenhang mit der Rekonstruktion der Straße um 90 cm vergraben. Deshalb ist es ein erster Schritt der Projektumsetzung, den Sockel auszugraben und seinen Zustand zu beurteilen.

                                Die Anwesenheit des Sockels, der quasi den unteren Teil des Hintergrunds für die Figur bildet, ist für die richtige Wahrnehmung des Denkmals durch den Zuschauer – diejenige, die bei der Schaffung des Denkmals beabsichtigt wurde – äußerst wichtig. Ursprünglich wurde die Figur auf einer Konsole in erheblichem Abstand vom Boden aufgestellt, ähnlich wie die Figuren an der Fassade des Wetzlarer Doms.

                               Zurzeit ist mit der in der Erde vergrabenen Konsole auch diese Assoziation verschwunden. Die Form des oberen Teils der Konsole ist auf Oskar Barnacks Filmaufnahmen aus dem Jahr 1919 gut sichtbar.

                              Die Form der Präsentation des Projektes in der Messe enthielt vier zusammenfassende Abschnitte, die in Anlehnung an die Kapitel des Projektes seit 2015 detailliert ausgeführt werden konnten. Der erste Abschnitt präsentiert die allgemeinen Informationen über das Projekt, das vollständig vom ehrenamtlichen Engagement des Autors, einer Gruppe Übersetzer als Volontäre aus deutschsprachigen Ländern sowie seiner öffentlichen Resonanz getragen wird. Der zweite Abschnitt informierte über die Geschichte der Lager. Der dritte und vierte waren dem Konzept des Projektes per 2018 und den Möglichkeiten von dessen Umsetzung gewidmet.

                             Die Besonderheit des Projektes besteht darin, dass es auch im Rahmen des Themas der Restaurierung des Denkmals verschiedene Richtungen und Varianten vorschlägt. Sie reichen von der Verlegung und Restaurierung des Denkmals bis zu dessen Archivierung und Erstellung einer Kopie. Diese Varianten kann man je nach den neuesten Forschungen und Daten auswählen und modifizieren.

                             Ein wichtiger, für die endgültige Entscheidung relevanter Faktor ist die Tatsache, dass das Denkmal aus Muschelkalk gemacht ist, der schon 1919 gewisse „Geburtsfehler“ hatte. Es hatte mehrere laienhafte, ungenehmigte Restaurierungen hinter sich, die heute noch Elemente der Figur verformen. Der heute von Erde bedeckte Sockelteil des Denkmals lässt sich ebenfalls vermutlich schlecht restaurieren. Die Zwangslage, für das Denkmal kurzlebigen Muschelkalk wählen zu müssen, weil die dafür verwendeten Mittel der ukrainischen Kriegsgefangenen und der ukrainischen Militärmission zu begrenzt waren, ist dokumentarisch belegt…

                             Das Projekt erhielt in dem nur in der Messe möglichen breiten Umfang von Kontakten mit führenden Branchenexperten aus ganz Europa – Architekten, Bauämtern, Ingenieuren – einen neuen Entwicklungsimpuls. Dessen Präsentation machte es möglich, Angebote von möglichen Mitwirkenden an seiner Umsetzung auf einem breiten Spektrum zu sammeln – von archäologischen Arbeiten bis hin zur Projektierung der musealen Exposition.  Die ergänzenden Kontakte zu den Ausstellern der funktionierenden MUTEC (Internationale Fachmesse für Museums- und Ausstellungstechnik) erweiterten die Vorstellungen über die Möglichkeiten der Präsentation des Gedenk- und Begräbniskomplexes für die ukrainischen Kriegsgefangenen des Ersten Weltkriegs in Wetzlar als musealen Objektes.

                           Die Redaktion der angesehenen Fachzeitschrift für Restaurierungspraxis „Restaurator im Handwerk“ hat ein Interesse für das Projekt entwickelt und bietet ihre Seiten für dessen Veröffentlichung an.

                          Auch die Pläne des GUKEW e.V., zum hundertsten Jahrestag des Bestehens des Wetzlarer Begräbniskomplexes für ukrainische Kriegsgefangene in Wetzlar eine internationale wissenschaftliche Konferenz zum Thema „Ukrainische Kriegsgefangene des Ersten Weltkriegs in den Ländern der Mittelmächte“ durchzuführen, blieben nicht ohne Unterstützung. Die Konferenz hat den Zweck, den Austausch zwischen den Wissenschaftlern verschiedener Länder, die sich mit dieser Problematik beschäftigen, optimal zu gestalten. Zurzeit gibt es nur zwischen der Ukraine und Kanada eine gewisse Zusammenarbeit zu diesem Thema. Die Konferenz ist zwar historischen Themenschwerpunkten gewidmet, lässt jedoch auch Raum für kunsthistorische Themen.

                        Hilfe in der Restaurierung des Denkmals kann auch von solchen geleistet werden, die möglicherweise noch Fotos besitzen, auf denen das Denkmal zwischen seiner Schaffung und der unqualifizierten Restaurierung von Teilen der Figur abgebildet ist.

                        Die Präsentation wurde möglich dank der freundlichen Einwilligung der AAB (Archäologische Ausgrabungen und Bauprojektbetreuung) aus Berlin, uns einen Platz an ihrem Stand zu gewähren, sowie der finanziellen Unterstützung des Kulturamtes der Stadt Wetzlar, der Flüchtlingshilfe Mittelhessen e.V., den Spenden von Privatpersonen aus Deutschland, Österreich und Israel.

                       Die „Bildschirmform“ des Projekts, in der es in der Messe präsentiert wurde, kann im Onlineperiodikum Kultur und Alltag unter http://www.foto-kunst-tschernow.de/projekt.html gesehen werden.



                                                                                         ***

Auf dem Foto ist der Stand des Fördervereins für das Gedenken
an die ukrainischen Kriegsgefangenen des Ersten Weltkriegs e. V. (GUKEW),

in der Mitte der Vereinsvorsitzende und Projektautor Volodymyr Chernov.



Denkmal 2018






 




------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

LINKS:

-------------------
Vereinsseite GUKEW e.V.


Projekt 2018

Konzept des Projektes
"Wiederherstellung und Restaurierung des Begräbniskomplexes
für ukrainische Kriegsgefangene des Ersten Weltkriegs in Wetzlar (Ukrainerdenkmal und Kriegsgefangenenfriedhof in Wetzlar-Büblingshausen) als Gedenkstätte." per 2018



FB Gruppe: Denkmal für die ukrainischen Kriegsgefangenen, Wetzlar: Wiederherstellung
(auf ukrainisch und russisch)

Der vorliegende “12 Punkte-Plan” fasst die Ergebnisse der Entwicklung dieses Projektes
bis 2018 zusammen und stellt die weiteren möglichen Entwicklungen und Veränderungen dar. 
Zusätzliche Kommentaren und Illustrationen zu diesen Punkten.




------------------

Ab  2017


Volodymyr Chernov
   
Wichtigste resultierende Bilder 2015-2018.
Kriegsgefangenenfriedhof  in Wetzlar-Büblingshausen:
"Neue" Gestaltung 2018,  Grafische Visualisierung.
De-Anonymisierung und Re-Identifikation.



Volodymyr Chernov
Fotoreview


Zbigniew Marian Rap
POMNIK   UKRAIŃSKIEGO  ŻOŁNIERZA



Volodymyr Chernov
Kurze Geschichte des ukrainischen Kriegsgefangenen
 des Ersten Weltkriegs Iwan Gregoriwitsch Sagrudny
und seiner Nachkommen in Wetzlar.



Volodymyr Chernov

Wiederherstellung und Restaurierung  des Begräbniskomplexes 
für ukrainische Kriegsgefangene des Ersten Weltkriegs in Wetzlar
(Ukrainerdenkmal und
Kriegsgefangenenfriedhof in Wetzlar-Büblingshausen)
als Gedenkstätte

Konzept




***
-------------------
LINKS:

Vor  2017


------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Zweiteiligen Projekt der komplexen Wiederherstellung und Restaurierung
des Wetzlarer Teils des Gedenk- und Begräbniskomplexes
für die verstorbenen ukrainischen Kriegsgefangenen
des Ersten Weltkriegs Rastatt-Wetzlar


Einführung, Artikel „NICHT AUSGELÖSCHT, SONDERN IM LICHT.“

Links zu beiden Projektteilen:  2015 (am Anfang) und 2016 (danach):



Forschungs- und Restaurationsprojekt
"Ganzheitliche Wiederherstellung und Restaurierung des Denkmals
für die ukrainischen Kriegsgefangenen des Ersten Weltkriegs in Wetzlar, Deutschland,
 als Gedenkstätte. Geschichte und Analyse des Denkmals"



Inhalt des Projekts


 Einleitung zur Veröffentlichung des Projekts auf Deutsch

Einleitung 

Kapitel:    1     2     3     4     5     6     7     8
 
***
          ------------------------------------------------------------------------------------------------        
"Wiederherstellung und Restaurierung des Begräbniskomplexes
für ukrainische Kriegsgefangene des Ersten Weltkriegs in Wetzlar
(Ukrainerdenkmal und  Kriegsgefangenenfriedhof
in Wetzlar-Büblingshausen) als Gedenkstätte.
Die Ergebnisvorschläge und Vervollständigungen
zu dem Projekt aus dem Jahr 2016."


Einführung
Die Erweiterung der Projektrahmen
1.0    Kriegsgefangenenfriedhof in Büblingshausen. Ergänzung 2016. Text.
1.1 Kriegsgefangenenfriedhof in Büblingshausen.  Ergänzungen vom 2016. Visualisierung.









2.6  Ukrainer-Denkmal. Ergänzungen von 2016 für das Ukrainer-Denkmal .
Visualisierung, Vorschlag 5:
Kombination des Pavillons, der 2015 entwickelt wurde, mit der Infopyramide
3.0   Ukrainer-Denkmal. Die abschließenden Projektvorschläge des Jahres 2015 für das Ukrainer-Denkmal. Visualisierung. Allgemeine Anmerkungen.
3.1   Ukrainer-Denkmal. Die abschließenden Projektvorschläge des Jahres 2015 für das Ukrainer-Denkmal. Visualisierung.  Vorschlag 6:
Pavillon im "Aquarienstil"



3.2 Ukrainer-Denkmal.
Die abschließenden Projektvorschläge 2015 für das Ukrainer-Denkmal.
Visualisierung. Vorschläge 7, 8, 9.



4.0 Fazit


5.0 Anmerkungen / Quellen
6.0 Links, Hinweise.
7.0  Anhänge



***






 

Zurück zur Hauptseite    Kultur und Alltag        zuruck      назад, к главной странице